Vereinfachtes Codebeispiel mit dem Titel Warum strukturierte Daten unverzichtbar sindVereinfachtes Codebeispiel mit dem Titel Warum strukturierte Daten unverzichtbar sind

Ihr plant eine neue Website, einen Relaunch oder vielleicht eine digitale Plattform? Irgendwo in dem Prozess zwischen Anforderungsprofil und Agenturauswahl kommt die große Frage: Welches Content-Management-System (CMS) brauchen wir eigentlich?

Wir erstellen seit mittlerweile 20 Jahren Websites und haben uns auf TYPO3 und WordPress spezialisiert – deshalb vergleichen wir in diesem Beitrag beide CMS-Systeme miteinander, zeigen die Vor- und Nachteile und geben Euch eine klare Entscheidungshilfe, welches CMS für was besser geeignet ist.

Kurz vorweg: Für kleinere bis mittlere Websites, Blogs und Landingpages kommt eher WordPress zum Einsatz. TYPO3 ist oft die bessere Wahl für größere, mehrsprachige und komplexe Websites mit vielen Redakteuren, Schnittstellen, Datenstrukturen oder langfristiger Skalierung.

Die eigentliche Frage lautet also nicht: „Welches CMS ist besser?“
Sondern: „Welches CMS passt zu Euren Anforderungen, Euren Prozessen und Euren Zielen?“

Was ist ein CMS?

Ein Content Management System (CMS) ist eine Software, mit der Inhalte auf einer Website erstellt, bearbeitet und veröffentlicht werden. Es ist das Redaktionssystem hinter einer Website und sorgt dafür, dass Inhalte einfach verwaltet werden können, während Design und Technik im Hintergrund sauber geregelt bleiben.

Zu den Inhalten gehören zum Beispiel:

  • Texte, Blogbeiträge & News
  • Bilder
  • Downloads
  • Formulare
  • Landingpages
  • Seitenstrukturen
  • SEO-Daten

Ein gutes CMS trennt Inhalt, Design und Technik voneinander. Ihr könnt Inhalte pflegen, ohne jedes Mal in den Code eingreifen zu müssen. Gleichzeitig bleibt das Erscheinungsbild der Website einheitlich.

 

Wie funktioniert ein CMS?

Ein CMS besteht vereinfacht aus dem Backend und dem Frontend:

Backend:
Hier arbeitet ihr. Ihr pflegt Inhalte, legt Seiten an, ladet Bilder hoch, bearbeitet Texte oder veröffentlicht neue Beiträge.

Frontend:
Das ist der sichtbare Teil einer Website – also alles, was Eure Besucher:innen tatsächlich sehen und nutzen können.

Zusätzlich sorgen Templates dafür, dass Inhalte automatisch im richtigen Layout ausgespielt werden. Rechte und Rollen bestimmen, wer was bearbeiten darf. Erweiterungen oder Schnittstellen verbinden das CMS mit anderen Systemen.

 

Was kostet ein Content Management System?

Leider kann man hier keine Pauschalantwort geben. Es gilt wie so oft: Es kommt drauf an. Auf die Größe, den Aufwand, das Design, den Support etc.

An sich sind WordPress und TYPO3 Open-Source-Systeme. Das bedeutet: Für das CMS selbst fallen grundsätzlich keine klassischen Lizenzkosten an. Trotzdem entstehen für eine professionelle Website Kosten unter anderem durch: Beratung und Konzeption, UX und Webdesign, technische Entwicklung, Templates, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen, Suchmaschinenoptimierung, Datenschutz und Consent Management, Hosting, Wartung, Updates, Support, laufende Weiterentwicklung…

Für kleinere und mittlere Projekte ist WordPress oft günstiger im Einstieg. Für größere, komplexerer Anwendungsfälle eignet sich TYPO3 besser. Klar ist dabei dann der Aufwand in Planung und Entwicklung höher. Auf langfristige Sicht kann sich das bei komplexeren Websites aber lohnen.

Wichtig ist deshalb nicht nur die Frage: „Was kostet das CMS?“
Sondern: „Was muss unsere Website heute können – und was auch noch in zwei bis fünf Jahren?“

Nun der CMS Vergleich: TYPO3 vs. WordPress

Spoiler: Es gibt keinen Gewinner. 😉 Die Frage ist vergleichbar, ob ein Sportwagen oder ein Kleinbus das bessere Auto wäre. Natürlich und so wie immer: Es kommt darauf an. Was sind die Anforderungen? Eine Großfamilie wird sich eher nicht für den Sportwagen entscheiden. Daher:

WordPress ist besonders stark bei kleineren bis mittleren Websites, Blogs, Magazinen, Landingpages und klassischen Unternehmenswebsites. Es ist redaktionell zugänglich, sehr verbreitet und bietet viele Erweiterungsmöglichkeiten.

TYPO3 ist stärker bei größeren, komplexeren und langfristig skalierbaren Websites. Besonders dann, wenn mehrere Sprachen, viele Redakteure, Rechte, Workflows, Schnittstellen oder individuelle Datenstrukturen eine Rolle spielen.

Das beste CMS ist das, das zu Euren Zielen, Inhalten, Prozessen und technischen Anforderungen passt.

WordPress: Wann ist es die bessere Wahl?

WordPress ist das weltweit bekannteste CMS und hat sich längst vom Blogsystem zur vollwertigen Website-Lösung entwickelt. Viele Unternehmenswebsites, Magazine und Landingpages basieren heute auf WordPress. WordPress ist oft die bessere Wahl, wenn ihr eine Website braucht, die flexibel, effizient und redaktionell einfach zu pflegen ist.

WordPress eignet sich besonders für:

  • Kleine und mittlere Unternehmen
  • Dienstleister
  • Hotels und touristische Betriebe mit überschaubarer Website-Struktur
  • Blogs und Magazine
  • Kampagnen-Websites und Landingpages
  • Klassische Unternehmenswebsites
  • Teams, die Inhalte selbstständig pflegen möchten

Vorteile von WordPress

Inhalte können schnell veröffentlicht und angepasst werden. Ideal, wenn ihr regelmäßig Blogartikel, News, Referenzen, Angebote oder Landingpages erstellt.

Die wichtigsten Vorteile: 

  • Einfache redaktionelle Pflege
  • Schnelle Umsetzung bei klaren Anforderungen
  • Große Auswahl an Plugins
  • Gute Grundlage für SEO
  • Ideal für Blogs, News und Content-Marketing
  • Flexible Landingpages und Kampagnenseiten
  • Meist geringerer Einstieg bei kleineren Projekten

Nachteile von WordPress

Manchmal bedarf es für jede kleine Funktion ein weiteres Plugin und irgendwann weiß niemand mehr, welches davon den Cookie-Banner beleidigt und welches schon wieder veraltet ist.

Mögliche Nachteile sind: 

  • Starke Plugin-Abhängigkeit
  • Sicherheitsrisiken bei schlechter Wartung
  • Updates müssen konsequent durchgeführt werden
  • Komplexe Rechte- und Rollenmodelle sind begrenzter
  • Große Seitenstrukturen können unübersichtlich werden
  • Individuelle Schnittstellen brauchen saubere technische Planung

Praxisbeispiel:

Ein KMU plant eine neue Website mit rund 30 Seiten, einem Blog, Kontaktformular, Referenzen und regelmäßigen News. Zwei Personen aus dem Marketing sollen Inhalte selbst pflegen. In diesem Fall ist WordPress oft die effizientere Lösung.

TYPO3: Wann ist es die bessere Wahl?

TYPO3 ist ein professionelles Enterprise-CMS und besonders im DACH-Raum bei größeren Webprojekten verbreitet. Es wurde für komplexere Anforderungen entwickelt und spielt seine Stärken dort aus, wo Struktur, Skalierbarkeit und langfristige Stabilität wichtig sind.

TYPO3 eignet sich besonders für:

  • Größere Unternehmen
  • Institutionen
  • Tourismusregionen
  • Mehrsprachige Websites
  • Plattformen
  • Websites mit vielen Redakteuren
  • Websites mit Schnittstellen zu Datenmanagementsystemen
  • Langfristig skalierbare Webprojekte

Vorteile von TYPO3

Ideal, wenn eine Website nicht nur schön aussehen, sondern viele Inhalte, Sprachen, Rollen und Systeme sauber zusammenbringen muss.

Die wichtigsten Vorteile: 

  • Sehr gut geeignet für große Websites
  • Starke Mehrsprachigkeit
  • Umfangreiche Rechte- & Rollenverwaltung
  • Stabile Seiten- & Inhaltsstrukturen
  • Gute Skalierbarkeit
  • Geeignet für Schnittstellen, Datenmanagement und als Headless CMS

Nachteile von TYPO3

TYPO3 ist mächtig. Aber nicht jedes Unternehmen braucht das. Manchmal reicht auch schlank, schnell und gut wartbar.

Mögliche Nachteile sind: 

  • Höherer initialer Aufwand
  • Komplexere technische Umsetzung
  • Im Vergleich sind längere Projektlaufzeiten möglich
  • Erfahrene Entwickler notwendig
  • Für kleine Websites oft überdimensioniert
  • Redaktionelle Pflege braucht ein gutes Setup

Praxisbeispiel:

Eine Tourismusregion braucht eine mehrsprachige Website mit Orten, Betrieben, Veranstaltungen, Angeboten, Kartenlösung und Schnittstellen zu einem Datenmanagement- und Buchungssystem. Mehrere Personen sollen unterschiedliche Bereiche pflegen. In so einem Fall spricht vieles für TYPO3.

Häufige Fehler bei der CMS-Auswahl

Die Entscheidung für TYPO3 oder WordPress sollte nicht einfach so getroffen werden. Denn das CMS beeinflusst nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch Eure tägliche Arbeit mit der Website. Bekannte Fehler, die ihr nun vermeiden könnt:

Fehler 1: Das CMS nach Bekanntheit auswählen
„WordPress kennt jeder“ ist kein ausreichendes Konzept. Bekanntheit ist gut, ersetzt aber keine Anforderungsanalyse.

Fehler 2: Nur auf die Startkosten schauen
Ein günstiger Einstieg kann später teuer werden, wenn die Website nicht skalierbar ist, bestimmte Anforderungen nachträglich nicht einfach umgesetzt werden können, Plugins Probleme machen oder Schnittstellen später kompliziert angebunden werden müssen.

Fehler 3: Das Redaktionsteam vergessen
Das beste CMS bringt wenig, wenn die Menschen, die damit arbeiten sollen, es nicht sinnvoll nutzen können. Redaktionsprozesse, Rollen und Pflegeaufwand müssen von Anfang an mitgedacht werden. Keine Sorge, bei uns gibt es nach jedem Go Live eine Einschulung für das Redaktionsteam, damit jeder weiß, wie er was und wo bearbeiten kann.

Fehler 4: Schnittstellen zu spät einplanen
Buchungssysteme, CRM, Datenmanagementsysteme, Newsletter-Tools oder externe Datenquellen sollten nicht erst nach dem Launch Thema werden. Sonst wird aus „das machen wir später“ schnell „warum ist das so teuer?“.

Fehler 5: Wachstum unterschätzen
Eine Website, die heute klein startet, kann in zwei Jahren ganz andere Anforderungen haben. Neue Märkte, Sprachen, Standorte, Angebote oder Plattformfunktionen sollten bei der CMS-Entscheidung berücksichtigt werden.

Mini-Checkliste: Welches CMS passt zu Euch?

Aus Erfahrung aus X WordPress-Websites und Y TYPO3-Websites wissen wir: Die beste CMS-Entscheidung entsteht nicht aus Bauchgefühl, sondern aus klaren Anforderungen.

Bevor ihr Euch für WordPress oder TYPO3 entscheidet, solltet ihr folgende Fragen klären:

  • Wie viele Seiten wird die Website ungefähr haben?
  • Wie viele Sprachen werden benötigt?
  • Wie viele Personen arbeiten im CMS?
  • Gibt es unterschiedliche Rollen und Rechte?
  • Welche Inhalte soll das Marketingteam selbst pflegen?
  • Werden externe Systeme angebunden? Wenn ja, welche?
  • Gibt es Daten, die mehrfach ausgespielt werden sollen?
  • Wie oft werden Inhalte aktualisiert?
  • Soll die Website in Zukunft wachsen?
  • Gibt es langfristige Anforderungen an Wartung und Sicherheit?

Diese Fragen dienen auch uns, um Euch für das passende CMS beraten zu können. Sie sparen aber auch später Zeit, Budget und Nerven. Und Nerven sind bei Website-Projekten eine stark unterschätzte Ressource.

 

„Ein gutes CMS merkt man im Alltag daran, dass es nicht im Weg steht. Es soll Redaktionen entlasten, technische Anforderungen sauber abbilden und langfristig wartbar bleiben.“

Name 

 

TYPO3 oder WordPress für

Tourismus-Websites?

Im Tourismus hängt die richtige CMS-Wahl stark vom Projekt ab.

Für ein einzelnes Hotel, ein Restaurant, einen Erlebnisanbieter oder einen kleineren Betrieb kann WordPress sehr gut passen. Besonders dann, wenn die Website überschaubar bleibt, Inhalte regelmäßig gepflegt werden und keine komplexen Datenstrukturen notwendig sind.

Bei Tourismusregionen, Plattformen oder größeren Portalen sieht es oft anders aus. Hier geht es häufig um viele Orte, Betriebe, Angebote, Veranstaltungen, Sprachen und Schnittstellen. In solchen Fällen kann TYPO3 die bessere Lösung sein.

Typische Anforderungen im Tourismus sind:

  • Mehrsprachigkeit
  • Angebotsseiten
  • Veranstaltungen
  • Betriebsdaten
  • Schnittstellen zu Buchungs- oder Datenmanagementsystemen
  • Kartenlösungen
  • saisonale Inhalte
  • mehrere Redakteure
  • strukturierte Daten

Wenn Inhalte nicht nur auf der Website, sondern auch in Apps, Infostelen, Portalen oder anderen digitalen Kanälen ausgespielt werden sollen, kann auch ein Headless-Ansatz sinnvoll sein.

Fazit: TYPO3 oder WordPress?

Ob TYPO3 oder WordPress besser passt, hängt von Eurem Unternehmen, Euren Inhalten und Euren technischen Anforderungen ab. Die beste Entscheidung entsteht dann, wenn Ziele, Inhalte, Prozesse und technische Anforderungen gemeinsam betrachtet werden.

Ihr plant eine neue Website oder einen Relaunch? Dann lohnt sich die CMS-Frage ganz am Anfang. Denn die Wahl des richtigen Systems beeinflusst nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch Eure tägliche Arbeit mit der Website.

Mehr dazu, wie professionelle Websites technisch geplant und entwickelt werden, findet ihr auf unserer Leistungsseite Development.

Lasst uns gemeinsam herausfinden, welches CMS zu Eurem Projekt passt. Sendet uns gerne eine Anfrage – wir beraten Euch mit Blick auf das, was Eure Website wirklich können muss.

 

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Content Management Systeme - FAQs

  • Welche Content Management Systeme gibt es?

    Bekannte Content Management Systeme sind WordPress, TYPO3, Drupal, Joomla, Craft CMS, Webflow, Storyblok und Contentful. Je nach Ziel eignen sie sich für klassische Websites, Shops, Plattformen oder Headless-Lösungen.

  • Was kostet ein Content Management System?

    WordPress und TYPO3 sind Open Source, verursachen aber trotzdem Projektkosten. Diese entstehen durch Konzeption, Design, Entwicklung, Inhalte, Hosting, Wartung, Sicherheit, SEO und Schnittstellen. WordPress ist oft günstiger im Einstieg, TYPO3 lohnt sich eher bei komplexeren Anforderungen.

  • Was ist das beste Content Management System?

    Das beste CMS hängt vom Anwendungsfall ab. WordPress passt oft besser für kleinere bis mittlere Websites, Blogs und Landingpages. TYPO3 eignet sich meist besser für große, mehrsprachige und komplexe Websites mit vielen Redakteuren oder Schnittstellen.

  • Wie funktioniert ein Content Management System?

    Ein Content Management System trennt Inhalt, Design und Technik. Inhalte werden im Backend gepflegt und über Templates im Frontend ausgegeben. Dadurch können Teams Website-Inhalte bearbeiten, ohne jede Änderung direkt programmieren zu müssen.

  • Ist TYPO3 sicherer als WordPress?

    TYPO3 und WordPress können beide sicher betrieben werden. Entscheidend sind saubere Entwicklung, regelmäßige Updates, sichere Erweiterungen, gutes Hosting und laufende Wartung. WordPress ist wegen seiner großen Verbreitung und Plugin-Landschaft häufiger Ziel von Angriffen, kann aber professionell abgesichert werden.