Grafik - Pinterest Ads für Unternehmen

Die Social Media Plattform Pinterest unterscheidet sich deutlich von den bekannten Plattformen Facebook und Instagram, denn sie ist nicht so sehr auf „social“ – sprich auf’s Interagieren – ausgelegt. Bei Pinterest geht es in erster Linie um Inspiration: NutzerInnen können auf der Plattform Pinnwände als Pins speichern. Das sind Bilder oder Videos, zu Themen wie Backen, Kochen, Basteln, Deko, Fashion, Reisen etc. Im Vordergrund für die NutzerInnen steht, sich Ideen und Inspiration zu holen und diese dann als Pins zu speichern. So kann Pinterest auch wertvolle Entscheidungshilfen z.B. bei Käufen liefern. 

Ist Pinterest auch für Unternehmen interessant? Ja!

Wie auf Facebook oder Instagram ist es natürlich auch auf Pinterest möglich, Werbeanzeigen zu schalten. Zu empfehlen ist dies vor allem für Unternehmen, die in den oben genannten Bereichen tätig sind. Sie können die passende Zielgruppe mit Anzeigen, ansprechen. Dadurch kann die Marke an Bekanntheit und Image gewinnen und am Ende mehr Käufe generieren – die Ergebnisse hängen immer konkret von den Unternehmenszielen und den damit verbunden Werbezielen für Kampagnen ab. 

Die Anzeigen, die natürlich ein Eye-Catcher sein sollten, können direkt auf den Shop oder die Website des Unternehmens weiterleiten, wo dann Anmeldung, Buchung oder Kauf durchgeführt werden können. Die Ads werden z.B. im Feed angezeigt, während der User durchscrollt. Darum ist es relevant, herauszustechen, um den User zum Klick auf die Ad zu motivieren. 

Im Gegensatz zur Ad-Schaltung auf z.B. Facebook oder Instagram, müssen die Pins vorab gepostet werden und können erst dann gesponsert/beworben werden. Sogenannte Dark Posts gibt es nicht. Diese Anzeigen werden auch bei NutzerInnen, die der Seite noch nicht folgen, angezeigt. 

Die erfolgreiche Strategie für Unternehmen

1. Regelmäßig Pins erstellen
Pins sollten schon mindestens einmal pro Woche erstellt und gepostet werden, um konstant Content zu liefern und sichtbar zu sein und zu bleiben. Bestenfalls geben die einzelnen Pins Mehrwert – Inspiration, How Tos etc. und: Zwischendurch immer wieder ein Video posten!

 

2. Pins planen
Einmal pro Woche? Hört sich nach viel Arbeit an. Aber nicht, wenn man im Voraus plant. Hierfür gibt es bei jeder Erstellung des Pins die Möglichkeit, sie zu planen, d.h., dass sie erst zum eingegebenen Zeitpunkt veröffentlicht werden. 

 

3. URL hinzufügen
Zu jedem Pin, sofern es geht, eine URL hinzufügen! So kommt Traffic auch außerhalb von Pinterest auf die Website. Außer Frage steht natürlich, dass die Landingpage optimal darauf ausgerichtet sein sollte, dass UserInnen sofort das bekommen, was sie sich durch die Ad erwartet haben – ohne ewig langer Buchungsstrecke und/oder langes Suchen.

 

4. Pins auf passenden Pinnwänden organisieren
Neben den einzelnen Pins können auch Pinnwände erstellt werden, in denen die Pins gespeichert werden. Diese am besten klar deklarieren und organisieren, damit am ersten Blick gleich klar ist, was der User in dieser Pinnwand findet. Zum Beispiel – wenn man das Thema Backen heranzieht– gibt es eine Pinnwand für Keksrezepete, eine für Tortenrezepte und eine für Kuchen. Somit ist sofort klar, was sich hinter der jeweiligen Pinnwand verbirgt und man muss nicht in den Unmengen an Pins lange suchen. 

Und das sind die Ziele hinter den Pin(-Ads)

Mit Pinterest Ads können drei wichtige Ziele verfolgt werden – je nachdem, was für das Unternehmen wichtig ist und worauf die Kampagne abzielen soll:

 

Schaffung von Awareness
Kleinere Unternehmen und Startups möchten bekannter werden und ihre Reichweite steigern und dadurch die Awareness für die Marke/das Produkt aufbauen, damit sie überhaupt entdeckt werden.

 

Bildung von Markenpräferenz
Viele Websites haben keinen Shop oder Buchungsmöglichkeit inkludiert, jedoch möchten sie Traffic auf die Inhalte der Website erhöhen (um eventuell auch einen Kauf in einem physischen Laden zu erzielen).

 

Und dann natürlich: Erzielung von Conversions!
Ein wichtiges Ziel von Kampagnen ist, dass schlussendlich auch spezielle Handlungen (z.B. Kauf, Buchung, Registrierung, Anmeldung…) erzielt werden, um auch einen ROI (Return on Investment) zu erzielen. 

Gut zu wissen: Die einzelnen Formate der Ads

Promoted Pins (Standard)
Das ist die einfachste Methode und besteht nur aus einem Bild – entweder in Hoch- oder Querformat. Die Bilder sind bestenfalls in Hochformat mit einem Seitenverhältnis von 2:3 (z.B. 1.000 x 1.500 px) und haben einen Text auf dem Bild: Der Text soll das Interesse wecken und den Nutzer zum Klicken animieren. Zu guter Letzt noch den Titel (max. 100 Zeichen) und Beschreibung (max. 500 Zeichen) erstellen, die natürlich zur Suchintention des Nutzers passen sollte.

Promoted Video-Pins
Video-Pins sind ein sehr gutes Format, um die Aufmerksamkeit zu wecken, denn bewegte Bilder stechen im Feed unter den statischen heraus. Das Video (zwischen sechs und 15 Sekunden lang) sollte schon in den ersten Sekunden die Nutzer fesseln: Von Anfang an muss klar sein, um was es geht. Da viele den Ton ausgeschalten haben, empfiehlt es sich, Text-Overlays oder Untertitel einzufügen, damit auch die UserInnen wissen, um was es im Video geht. Auch hier gibt es wieder den Titel und die Beschreibung mit der gleichen Zeichenanzahl wie bei Standard-Ads.

Promoted Carousel-Pins
Bei diesen Ads sind mehrere Bilder (zwei bis fünf) enthalten, die der Nutzer durchblättern kann. So können mehrere Produkte gleichzeitig promotet werden, Besonderheiten eines Produktes dargestellt oder es kann eine Geschichte erzählt werden. Diese Ads werden im Feed als Bild angezeigt, dort kann man aber direkt durch die Bilder swipen. 

Wichtig: Für jedes Bild kann eine eigene Ziel-URL hinterlegt werden. Der Titel und die Beschreibung spielen auch hier wieder eine große Rolle.

Promoted Shopping-Ads
Es gibt die Möglichkeit, alle Produkt-Pins in Anzeigen zu ändern oder Artikel aus dem Produkt Feed zu bewerben.

Sammlungen / Collection
Diese Ads bestehen aus einem großen Bild und darunter werden drei kleinere dargestellt. Diese Ad-Form kann aber ausschließlich auf Mobile Devices im Feed angezeigt werden.  (= Hybridformat, das Bilder und Videos kombiniert) 

Ads schalten – aber wie?

Voraussetzung ist ein Unternehmenskonto, dann ist der Ads Manager direkt im Pinterest Business-Konto auffindbar:  

  • Dann pro Kampagne das passende Ziel, das Targeting, Budget und Laufzeit definieren. Wobei die Werbekosten vom Kampagnenziel abhängen und  
  • für optimales Tracking den Pinterest-Tag in die Website implementieren und Events erstellen.  

Etwas zu aufwändig? Kein Problem – wir kümmern uns gerne um ihre nächste (und erste? 🙂 ) Pinterest-Kampagne.

Pinterest Hard Facts:*

  • Über 478 Mio. Menschen nutzen die Plattform monatlich (davon 85% mit ihrem Smartphone)
  • Der Großteil der User ist die Generation „Millennials“
  • 81% sind Frauen, aber es kommen immer mehr Männer dazu
  • 75% der User sind zwischen 18-44
  • Durchschnittlich werden über 14 Minuten pro Besuch auf Pinterest verbracht
  • Die Hälfte der User hat bereits einen Kauf durch einen Promoted Pin durchgeführt
  • 89% der User holen sich Kaufinspirationen auf der Plattform
  • Derzeit gibt es bereits über 175 Mrd. Pins und über 3 Mrd. Pinnwände
  • 77% der aktiven User sind durch die Plattform auf eine neue Marke/ein neues Produkt aufmerksam geworden
  • In Österreich wird Pinterest von ca. 1 Mio. Usern monatlich genutzt

*Quellen:
https://review42.com/resources/pinterest-facts-and-stats/
https://www.futurebiz.de/artikel/pinterest-statistiken/