Portraitbild von Bernhard Winkler, CEO von der Webagentur in Klagenfurt pixelpoint/dataCyclePortraitbild von Bernhard Winkler, CEO von der Webagentur in Klagenfurt pixelpoint/dataCycle

25 Jahre pixelpoint. 25 Fragen. Eine Geschichte über Mut, Menschen und Momenten.

Zum Jubiläum haben wir Bernhard 25 Fragen gestellt – nicht über Zahlen und Meilensteine, sondern über Momente und den Spirit, der pixelpoint von Anfang an geprägt hat.

Ein sehr persönlicher Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Unternehmertum – und auf eine Reise, die noch lange nicht zu Ende ist.

1. Wenn du „pixelpoint“ hörst – welches Wort fällt Dir als erstes ein?

Ein Wort ist da einfach zu wenig. Es gibt so viele Aspekte in meinem Leben, die ich mit pixelpoint assoziiere, dass ein Wort einfach unfair wäre. Daher ein paar Worte, die ich alle unmittelbar „fühle“, wenn ich pixelpoint höre:
Stolz, (berufliche) Heimat, Familie, Erfolg, Zusammenhalt, Herausforderung.

 

2. Ein Wort für die letzten 25 Jahre?

Auch hier wären viel mehr Wörter angebracht. Aber tatsächlich lässt sich vieles gut in einer Grundstimmung festhalten, daher kurz und knapp: Dankbarkeit.

 

3. Hast du dir das damals eh so vorgestellt?

Um Himmels Willen nein! Ich hätte mir weder vorstellen können, wie großartig es wird, noch wie schwierig und schmerzhaft es teilweise sein würde. Die volle Bandbreite an Gefühlen.

 

4. Was war am Anfang schwieriger als gedacht?

Am Anfang waren wir unbesiegbar. Nichts war schwierig. Und wenn doch, haben wir das in Nachtschichten einfach erledigt.

 

5. Gab es den Moment: Okay, das wird was Cooles?

Ja, gerade erst gestern. 25 Jahre… Unglaublich. Langsam glaube ich selbst daran, dass das was werden könnte! 😊

 

6. Was von damals steckt heute noch in pixelpoint?

Der ursprüngliche Spirit ist noch da. Zwar „gezähmt“, mit viel mehr Richtung und Struktur, aber noch spürbar vorhanden.

 

7. Welche Entscheidung würdest du wieder genauso treffen?

Die Entscheidungen wurden ja zu dem Zeitpunkt, als sie getroffen wurden, mit bestem Wissen und Gewissen getroffen. Es macht also wenig Sinn, damit zu hadern. Einige Entscheidungen waren falsch, wenn man sie aus heutiger Sicht und mit heutigem Wissen bewertet. Und viele richtig. Das Wichtigste war, sie zu treffen, mit den Konsequenzen zu leben und weiterzumachen.

 

8. Was macht pixelpoint zu pixelpoint?

Wir haben eine ganz eigene, einzigartige DNA. Unseren eigenen Stil. Der wurde nicht geplant oder verordnet, sondern ist durch das Zusammenwirken der spannenden, starken Charaktere entstanden, die Teil unserer Unternehmensfamilie sind. Da bin ich sehr stolz darauf, dass es gelungen ist, nicht uniform angepasst zu werden, sondern kontrovers zu bleiben. Das ist manchmal anstrengend, aber wenn es zu besseren Ideen, besseren Lösungen und spannenderen Projekten führt, ist das für mich durchwegs positiv.

 

9. Was schätzt du am Team heute am meisten?

Die Expertise und den Zusammenhalt. Und die Fähigkeit (fast) immer an einem Strang zu ziehen. Das Angleichen der individuellen Visionen ist komplex, aber wenn das gelingt, entsteht immer ein großartiger Zusammenhalt.

 

10. Was hat sich in der Zusammenarbeit am stärksten verändert?

Wir haben über die Jahre ein viel stärkeres Rollenverständnis entwickelt. Wir haben Professionisten in allen Bereichen und inzwischen verstehen alle, dass man sich darauf verlassen kann, dass die anderen im Team mit eben dieser professionellen Expertise ihre Bereiche ausfüllen und Großartiges leisten. Dieses Wissen, sich darauf verlassen zu können, dass an allen Positionen im Unternehmen echte Experten im Einsatz sind, gibt unglaubliche Sicherheit.

 

11. Ein Team-Moment, der dir sofort einfällt?

Da gibt es viele. Manche verbunden mit nostalgischen Erinnerungen, manche gerade erst geschehen. Sei es der erste gemeinsame Firmenausflug mit Skitag und Übernachtung (auf dem Katschberg zum Winter-Finale im Jahre Schnee) oder die letzte Weihnachtsfeier mit Ehrungen für langjährige Mitarbeiter letzten Dezember. Ganz besonders war für mich auch das gemeinsame Überqueren des Flusses in der Mostnica-Schlucht bei Bohinj bei unserem Seminar im Sommer 2022. Irgendwer hatte plötzlich die Idee, über Steine im Bachbett den Fluss zu überqueren, und dann wollte das ganze Team auch auf die andere Seite. Es war herausfordernd, gefährlich und richtig lustig!

 

12. Welche Eigenschaften machen pixelpoint intern aus?

Es gibt keine dummen Ideen. Man kann über alles gemeinsam nachdenken. Neugier auf spannende neue Technologie ist immer dabei.

 

13. Welche Skills werden in Zukunft richtig wichtig?

Kommunikation, Sprache (als Interface), kritisches Hinterfragen, Mitdenken und Teamzusammenhalt. Und Interesse an Neuem natürlich. Lust auf Veränderung. Denn Veränderung bleibt eine Konstante in unserer Welt.

 

14. „Think. Create. Deliver. Right on Time.“ – Warum der Claim?

In gewisser Weise ein Mahnmal an unsere eigene Vergangenheit:
Projekte, die den Nutzen nicht erfüllten (oft natürlich auch, weil ein Kunde ihn nicht klar formulieren konnte), zu viel Unverbindlichkeit und Unschärfe in der Kommunikation und somit auch im Ergebnis und ständig zu spät mit der Fertigstellung von Projekten.
Eine stressige, schlimme Zeit für alle Beteiligten. Wir waren unzufrieden mit unseren Kunden und unsere Kunden waren unzufrieden mit uns.
Also musste alles anders werden.

„Think“ – steht dafür, dass wir immer hinterfragen, was der Nutzen ist, den wir stiften sollen.
„Create“ – steht für unsere Manufakturleistungen. Gute Basistechnologie manuell zu veredeln, sodass ein konsistentes Werk entsteht, das auch technisch nutzbar ist.
„Deliver“ – steht für Verbindlichkeit. Wir liefern, was besprochen wurde.
„Right on Time“ – ist dabei das schwierigste Kriterium. Aber auch ein Alleinstellungsmerkmal, wenn es uns (inzwischen meistens) gelingt.

 

15. Welcher Teil des Claims fordert dich persönlich am meisten?

Für mich ist es in Wahrheit am schwierigsten zu erkennen, welcher Teil des Claims gerade droht, nicht mehr eingehalten zu werden und dort dann unmittelbar den Fokus meiner Aufmerksamkeit darauf zu richten.

 

16. Welches Projekt ist am meisten bei dir hängen geblieben?

Projekte bleiben schon lange keine mehr bei mir hängen. Meine Aufgabe ist es, die Vision des Unternehmens zu entwickeln, neue Trends zu erkennen, für gute Arbeitsbedingungen zu sorgen und sicherzustellen, dass sich das Team und die Menschen wohl fühlen und weiterentwickeln können. Wenn also ein Projekt mal „hängen bleibt“, bin ich der, der Schokolade und Pizza kaufen geht, falls das was hilft!

 

17. Welche Innovation hat pixelpoint wirklich weitergebracht?

Es gab in jeder Epoche des Unternehmens Innovationen, die uns wirklich weitergebracht haben. Auf vielen Ebenen. Das könnte ich also gar nicht pauschal beantworten.

 

18. Welche technologische Entwicklung hat pixelpoint wirklich verändert?

Auch das waren viele verschiedene Technologien. Am prägendsten für unser Unternehmen war aber vermutlich die Entwicklung unsres internen CRM–Systems „Mr. Office“.

 

19. Welcher Hype wurde überschätzt – welcher war überraschend wichtig?

Ich bin generell nie gut darin gewesen, Hypes richtig einzuschätzen. Als ich die Google-Suchmaschine das erst Mal sah, gab ich der Idee kaum eine Chance. Altavista und Co. hatten ein klar ersichtliches Geschäftsmodell. Bei Google war die Seite einfach leer und ich konnte mir nicht vorstellen, wie das auf Dauer funktionieren sollte. Ähnlich ist es mir später mit anderen Trends und Hypes ergangen. Deshalb habe ich auch nie alles auf eine (Hype-)Karte gesetzt, sondern immer darauf geachtet, dass wir uns „auf breiter Front“ entwickeln.

 

20. Was wird in digitaler Kommunikation künftig wirklich zählen?

Barrierefreier Zugang. Das meine ich aber nicht im Sinne des Web-Zugänglichkeits-Gesetzes (WZG) sondern im Kontext von technologisch barrierefreiem Zugang zu KI-Technologie, qualifizierten (verifizierten) Datenbasen und modernen Interfaces, die durchaus nicht nur mehr Computer im herkömmlichen Sinne sein werden, sondern auch alle möglichen Devices, die unseren Alltag verändern werden.

 

21. pixelpoint & dataCycle: Eine glückliche Beziehung? Warum?

Sogar eine sehr glückliche Beziehung: dataCycle kann extrem gut mit Daten. Daten sind wirklich wichtig. Viele sagen zurecht, Daten sind das moderne Gold. Und man sollte die eigenen Daten definitiv im Griff haben. Aus so vielen Gründen, dass ich sie hier nicht mal ansatzweise aufzählen könnte.

Nur: Daten sind nicht sehr greifbar und meistens auch nicht hübsch. Und damit diese Daten „in Form“ kommen, braucht es Design, User Interfaces und all die tollen Visualisierungen und Web-Applikationen oder Widgets, die pixelpoint jeden Tag herstellt.

Man könnte also, um den „Gold-Vergleich“ weiter zu bemühen, sagen: dataCycle hilft, das Gold zu fördern, zu waschen, zu transportieren. pixelpoint macht Schmuckstücke daraus. Solche, die genau zum Träger und zum Anlass passen. Und hübsch aussehen.

 

22. Wo siehst du pixelpoint in Zukunft?

Daten werden immer wichtiger. In der Zeit moderner KI-Browser und KI-Applikationen wird es wichtig sein, verifizierte Daten und gute Interfaces zur Verfügung zu stellen. Mit hohem „digital Trust“. Daran werden wir weiter arbeiten, damit unsere Kunden nahtlos diese technologische Schwelle nehmen, ohne dabei ins Straucheln zu kommen.

 

23. Welchen Tipp würdest Du Deinem 2000er-Ich geben?

Im Jahr 2000 war ich richtig fit. Im Jahr 2025 bin ich das überhaupt nicht mehr. Ein Tipp in diese Richtung wäre angebracht!

 

24. Wer hat dich als Unternehmer besonders geprägt?

Es hat viele Jahre gedauert, bis ich auch nur ansatzweise verstanden habe, was ein Unternehmer ist. Meine Eltern – beide Lehrer – konnten mir da keine Tipps mitgeben. Es war also viel „Learning by doing“ – Autodidaktik mit vielen Irrwegen also. Sehr dankbar bin ich jedenfalls meiner Frau Simone, die ihrerseits Unternehmerin ist und mir sehr viel beigebracht hat. Ohne sie wäre pixelpoint vermutlich im Jahr 2007 gescheitert. Sie hat mich „als Unternehmer“ bestimmt am meisten geprägt.

Richtig gut geholfen haben mir letztlich auch einige Bücher, wie z.B. eines des deutschen Unternehmensberaters und Autors Stefan Merath: „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“. Das würde ich auch heute noch allen empfehlen, die ein Unternehmen führen wollen und dafür – wie ich – keine spezifische Ausbildung erfahren konnten.

 

25. Was motiviert dich nach 25 Jahren noch immer?

Ich finde Kommunikationstechnologie extrem spannend! Immer schon. Das Internet war für mich ein wahrgewordener Traum. Aktuelle Entwicklungen in unserer Branche sind in vielerlei Hinsicht herausfordernd, aber es gibt ständig neue „Wow–Momente“ und ich glaube nicht, dass ich von dieser Branche jemals genug haben werde.

Aber das ist nur der kleinere Teil. Inzwischen habe ich unser Team, die Dynamik in den Kundenprojekten und auch unsere Kunden so liebgewonnen, dass ich diese auch nicht missen wollen würde! Zusammengefasst: Die Kombination aus Menschen und Technologie – eine Liebe fürs Leben.

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